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Lycalopex

Der Fuchs hat sich aus seinem Schwanz entwickelt, als grad keiner hinsah. Am Anfang wurden ihm wenig Chancen in der Konkurrenz zu Luchs und Dachs gegeben, den anderen Non-X-Men. Dann setzte er sich aber unten durch, wie es seine Art ist. Er stahl die Gans, er wurde schlau. Im Abseits wucherte das Geschmacksmuster global und leistete sich was, wie zum Beispiel den Rotfuchs, den Graufuchs und den Löffelhund. Aber als der Wolf mutierte, bellte der Fuchs: Keinen Schritt weiter. Nicht mit mir. Stattdessen Einstieg in die Wissenschaft. Seit 1959 läuft in Russland ein Fuchsperiment, das Fähigkeit und Bereitschaft der Menschen untersucht, sich in Tiere zurückzuverwandeln. Es gelingt immer besser. Schon nach drei Generationen sehen wir größere Zähne und eine Bereitschaft, den Rücken zu schonen, was auf vier Beinen viel besser gelingt als auf zweien. Die forschenden Füchse vermerken alles im großen Journal von Feld, Wald und Wiese, und wenn sie darin nachschlagen, benutzen sie Brillen aus selbstgeflochtenem Fallendraht und den zurechtgescheuerten Böden von zerschlagenen Bierflaschen. Das Schrot aus ihren erlegten Brüdern und Schwestern sammeln sie, bis sie einem von uns das Schicksal gießen können, immer zu Neujahr. Andere füchsische Dinge ergeben sich je nach Gelegenheit.


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Ich bin Schriftsteller, Journalist und Fotograf. Meine
Biographie ist langweilig, mein Leben ist es nicht.


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Die Arbeit an Homepages habe ich immer sehr mühsam gefunden.